Manchmal ist das Leben mehr als eine einzige Horror-Geschichte! Vielleicht weisst du ja schon, dass ich auf dem Weg zum erfolgreichen Schreiber als Supporter am Telefon arbeite. Was macht man nicht alles für seine Leidenschaft. Und das was mir heute passiert ist, das lässt mich erschaudern.
Mit der Urne durch die Schweiz
Ich hatte einen relativ jungen Mann am Telefon und es ging um einen Anruf in einem Bestattungsinstitut. Es wurde angeboten, dass man die Urne zu Hause haben kann. Allein das wäre mir schon unheimlich, wenn Tante Frieda von ihrem Regalplatz aus, jeden meiner Schritte beobachtet und jedes meiner Worte auf die Goldwaage legt. Wie siehst du das?
Der junge Mann fragte also, wie so ein Service ablaufen würde und wo man sich in der Schweiz treffen würde, um die Urne mit Tante Friedas sterblichen Überresten darin, in Empfang nehmen könne. Mir stellt sich dabei immer auch die Frage, ob es auch unsterbliche Überreste eines Menschen gibt, wenn man schon eine solche Unterscheidung macht, anyway. Die Schweiz soll es also sein. So kommt Tante Frieda dann doch noch mal in die Berge, auch schön. Das hatte sie sich so sehr gewünscht. Was sagt man an der Grenze? Hat Tante Frieda ihren Pass dabei??
Innerhalb 48 Stunden
Meine Aufgabe war es nun, besagtem jungen Mann die Auskunft zu erteilen, dass ich seine Daten aufnehmen werde und sich die Bestatter innerhalb von 48 Stunden bei ihm melden würden. Es war 00.39 Uhr des Nachts.
„48 Stunden?“, fragte er. Das sei aber schlecht. Tante Frieda läge ja nun im Bett und ihr Mann, Onkel Harry in dem Fall, läge direkt daneben, und das wäre ihm nun schon unangenehm.
Bitte? Was macht der Mann da neben der toten Frau? Nehmt den Mann da weg! Haben sie noch keinen Arzt gerufen, der den Tatenschein ausstellt? Fängt sie nicht an zu riechen dann?
Ich habe Fragen.












